UND WAS ICH SONST NOCH SO ALLES VERPASST HABE

Das Schalktheater hat sich zu seinem 10-jährigen Jubiläum unter der Leitung von Nina Hesse Bernhard einen klassischen Text vorgenommen.

Shakespeares Verwirrungskomödie von zwei Liebespaaren und dem Elfenkönigspaar Oberon und Titania wird das Schalktheater aus seiner Gegenwart betrachten. Es geht um die Liebe als Spiel zwischen Realität und Täuschung, aber auch um die gesellschaftlichen Verhältnisse, die Normalität erzwingen. Die scheinbar harmonische, naturgegebene Ordnung gerät durch kleine Verschiebungen aus dem Lot. An einem Pool treffen sich Menschen, die auf etwas warten – auf das Glück, die Liebe, eine Selbstgewissheit, den Rausch.

Shakespeares Wald liefert die Folie für ihre Suche – die Verwirrung, den Wahnsinn und die Identitätslosigkeit – nach sich selbst, dem eigenen Begehren und Begehrtwerden. Motive aus dem Sommernachtstraum mischen sich mit Texten der Mitspieler*innen und Texten aus dem Stück, in verschiedenen Sprachen und Spielweisen.

«Du lässt die Stadt hinter dir, die Ordnung, die glatte Oberfläche, dort wo die Menschen noch „vernünftig“ nebeneinander laufen und miteinander reden, Grenzen bauen, Mauern, damit das Tier nicht ausbricht – und du suchst den inneren Wald, dort wo der Wahnsinn anbricht, das Tier in dir, das Fremde in dir, wo du nicht mehr weißt, bist du Frau, Mann, Esel, Irre, Fee, Kind oder alles und keins von allem. Dein Körper schüttet Substanzen aus, du vergisst, wer du bist, wie du heißt, was du bist, wen du begehrst, keiner merkt den Unterschied. Hast du mich verlassen für einen Esel? Bist du nicht mehr du und ich nicht mehr ich? Bist du der Horror in mir selbst? Du ziehst dir das Fell aus, probierst aus, nackt, glatt, eine Mondnacht im Rausch, in der du dich verloren hast, unendlich, leise verbrannt, weinst Tränen – vielleicht die letzten, tastet dich hilflos zu dir zurück und erschrickst vor dem Tageslicht, vor dir selbst, der Verlorenheit in der Unendlichkeit einer Sommernacht.»
Malte Schlösser

Mit: Christine Bachofen, Marcel Hähnlein, Manu Näff, Nicolas Piguet, Anna Tibai, Nora von Schrottenberg, Nicole Widmer, Athanasios Marcel Iliadis, Gast: Geraldine Breuleux

Malte Schlösser – Regie
Prisca Baumann – Bühne und Kostüme
David Jegerlehner – Musik
Ann-Marie Arioli – Dramaturgie
Anna Kücking – Regieassistenz/Theaterpädagogik
Fabienne Schellenberg – Produktionsleitung
Luca Giacalone – Produktionsassistenz

Nina Hesse Bernhard – Gesamtleitung Schalktheater

 

Einführung ins Theaterstück: Freitag, 24. August um 19.30 Uhr von Ann-Marie Arioli (Dramaturgin). Dauer: ca 10 Minuten

 

Eintritt: 30.- / 15.- ermässigt / 50.- Benefiz
Reservation: reservation@kulturmarkt.ch / 044 457 10 60
Abendkasse & Bar ab 19 Uhr

 

 

28. August 2018, 18 Uhr

INFO-VERANSTALTUNG: DAS SCHALKTHEATER LÄDT EIN UND STELLT SICH VOR

  • Begrüssung – Simon Hesse, Präsident Verein Schalktheater
  • Bericht aus der Theaterarbeit – Nina Hesse Bernhard
  • Junges Schalktheater – Simona Hofmann / Ramona Gloor
  • Von der Krise ins Spiel – Christoph Betulius
  • Pro Mente Sana – Roger Staub, Geschäftsführer

Mit anschliessenden Apéro, Theateraufführung um 20 Uhr

Eintritt Infoveranstaltung: kostenlos

Eintritt für anschliessendes Theater: 30.- / 15.- ermässigt / 50.- Benefiz
Reservation: f.schellenberg@schalktheater.ch

Bitte geben Sie an, ob Sie auch ein Ticket für die Theateraufführung reservieren möchten.

 

 

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