«Wenn meine Freundin und ich uns in der Öffentlichkeit die Hand halten oder küssen, ziehen wir oft sehr abwertende Blicke auf uns.»
«Ich war mit meinem Freund unterwegs: Wir haben uns weder geküsst noch an den Händen gehalten, aber man sah, dass wir zusammengehörten. Plötzlich begannen Leute, uns anzupöbeln.»
«Immer wieder werde ich gefragt: Was bist du überhaupt? Männlich, weiblich oder etwas dazwischen?»
Das sind nur einige wenige Beispiele, aber sie zeigen: Es besteht Handlungsbedarf. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen sind oft Anfeindungen, Beleidigungen und Diskriminierung ausgesetzt. Homo- und Transfeindlichkeit sind weit verbreitet. Auch unter Jugendlichen. Homo- und Transphobie ist nicht das Problem einzelner Individuen, sondern gehört zum Bodensatz unserer Gesellschaft und Kultur. Für junge Menschen ist es besonders schwierig, sich eine eigene Meinung zu bilden und für sich und andere einzustehen. Wie und wo äussert sich Homo- und Transphobie? In welchen Bereichen sind Jugendliche und junge Menschen besonders betroffen? Wie können Jugendliche und junge Menschen gestärkt werden, diesem Thema in Offenheit zu begegnen? Gibt es „Good Practices“? Über diese und andere Fragen wird am Podiumsgespräch anlässlich des International Day Against Homophobia and Transphobia (IDAHOT) im Kulturmarkt diskutiert.
Begrüssung
- Anja Derungs, Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich
- Christoph Vecko, okaj zürich – Kantonale Kinder- und Jugendförderung
Podiumsgäste
- Rahel Müller, Vizepräsidentin Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz DOJ
- Kerstin Oldemeier, Soziologin, Mitautorin der Studie «Coming-out – und dann?»
- Anna Rosenwasser, Geschäftsleiterin Lesbenorganisation Schweiz LOS
- Simon Weber, Initiant der Faninitiative «Gemeinsam gegen Homophobie», Fussballfan
Moderation
- Christina Caprez, Journalistin und Soziologin
Eintritt: frei
Mit anschliessendem Apéro.
